Der Bewerbungsprozess bestand aus vier Phasen und dauerte insgesamt etwa drei Wochen.
Das erste Gespräch war ein 30-minütiger Call mit einem der Gründer, um sich gegenseitig kennenzulernen und mehr über die Rolle und das Unternehmen zu erfahren. Danach folgten zwei technische Interviews, die sich auf Softwarearchitektur, Coding-Prinzipien und Problemlösungsansätze konzentrierten.
Der letzte Schritt war ein Vor-Ort-Tag in Zürich, der ungefähr drei Stunden dauerte. Er begann mit allgemeinen IT-Fragen (z. B. was passiert, wenn man eine URL in den Browser eingibt und Enter drückt), einigen Shell-Kommandos wie grep und chmod, und Fragen zu React Hooks und deren Regeln. Anschließend sprachen wir über Design, UX und UI, und ich sollte einen Teil ihres Produkts kritisch analysieren, was tatsächlich ein interessanter Teil war.
Die Systemdesign-Session war dagegen recht unstrukturiert – der verantwortliche Engineer gab weder klare Zielvorgaben noch Definitionen, was den Ablauf im Vergleich zu Interviews bei etabliierteren Firmen etwas unprofessionell wirken ließ. Auch die Frontend-Coding-Übung war nicht ideal: Ich musste direkt im echten Code-Repository des Unternehmens arbeiten, um eine neue Funktion zu implementieren. Die Aufgabe war jedoch für die verfügbare Zeit schlecht geplant, und die ungewohnte Tastatur erschwerte zusätzlich die Arbeit.
Trotz durchgehend positiver Rückmeldungen in allen Runden gab es am Ende noch ein zusätzliches Gespräch mit einem Designer, das zwar freundlich und professionell war, aber insgesamt überflüssig wirkte.